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MTU Aero Engines: Aktie klettert auf Rekordhoch

Während der deutsche Leitindex DAX in den vergangenen neun Handelssitzungen deutlich an Fahrt verloren hat und sich bereits um etwas mehr als 1’000 Punkte von seinem Rekordhoch entfernt hat, scheint die Aktie des Münchener Triebwerksbauers MTU Aero Engines ihren Höhenflug nochmals zu beschleunigen – im frühen Handel ging es auf ein neues Rekordhoch aufwärts.

Die Geschäfte beim Münchener Triebwerksbauer MTU Aero Engines scheinen gut zu laufen. Erst Anfang Mai präsentierte der Konzern starke Zahlen zum ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs. Gestern erhöhten die Münchener dann ihre Prognosen für das Gesamtjahr und gaben auch erstmals einen Ausblick für 2030.

Die MTU Aero Engines AG, kurz MTU, steigerte ihren Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 2.1 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um 38 Prozent auf 300 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge erreichte 14.3 Prozent, nach 13.0 Prozent im Vergleichsquartal des Vorjahrs. Der bereinigte Gewinn nach Steuern stieg sogar um 41 Prozent auf 221 Millionen Euro. Die Zahlen kamen am Markt gut an und halfen der Aktie, den Anfang April erlebten Zoll-Schock zu kompensieren. Einige Tage später gelang es ihr sogar, das Anfang März erreichte Hoch zu überqueren.

Mögliche Auswirkungen der aktuell hochvolatilen US-Zollpolitik auf die globale Luftfahrtbranche bezeichnete das Unternehmen Anfang Mai als schwer vorhersehbar. Das Management ging zu diesem Zeitpunkt jedoch davon aus, dass ohne abmildernde Massnahmen Belastungen im mittleren bis hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich auf MTU zukommen könnten.

US-Präsident Donald Trump und seine Zollpolitik sind zwar auch weiterhin unkalkulierbar, doch hat die hohe Nachfrage in der Branche den Konzern dazu animiert, gestern seine Planzahlen für das Gesamtjahr recht deutlich anzuheben. MTU geht inzwischen von einem Umsatz im laufenden Geschäftsjahr zwischen 8.6 Milliarden und 8.8 Milliarden Euro aus, nach zuvor

8.3 Milliarden bis 8.5 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT soll im niedrigen bis mittleren 20er-Prozentbereich zunehmen, nachdem zuvor ein EBIT im mittleren 10er-Prozentbereich erwartet wurde.

Und erstmals gab der Konzern auch einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2030. Der Umsatz soll dann zwischen 13 und 14 Milliarden Euro liegen, was im Vergleich zum 2024er-Umsatz ein Wachstum zwischen 73 und 87 Prozent wäre. Bei einer erwarteten bereinigten EBIT-Marge zwischen 14.5 und 15.5 Prozent könnte das bereinigte EBIT 2030 zwischen 1.89 Milliarden und 2.17 Milliarden Euro liegen.

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Stand: 18.06.2025; Quelle: investing.com

Die Aktie schnellte gestern bereits um weitere 1.69 Prozent auf 354.40 Euro nach oben. Heute im frühen Handel kletterte das Papier sogar über das Hoch vom 29. Mai bei 361.70 Euro und erreichte bei 365.70 Euro ein neues Rekordhoch. Kann die Aktie heute über dem Mai-Hoch schliessen, wird ein kräftiges Kaufsignal generiert. Mit dem Ausbruch nach oben würde sich zudem reichlich Aufwärtspotenzial eröffnen. Mehrere Analysten hoben jüngst ihr Kursziel für die Aktie auf über 400 Euro an. Auf der Unterseite sollten die aktuell bei 337.60 Euro verlaufende 38-Tage-Linie und das jüngste Zwischentief vom vergangenen Freitag bei 337.20 Euro für Halt sorgen.

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Guten Morgen zum Handelsstart.

📊 Der heutige Handelstag steht im Zeichen zentraler Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten aus Deutschland und der Eurozone. Während am Vormittag erste Einblicke in die wirtschaftliche Entwicklung geliefert werden, richtet sich der Fokus am Nachmittag klar auf die Kommunikation der Europäischen Zentralbank.

Im frühen Handel werden die deutschen Arbeitslosenzahlen für April veröffentlicht. Sie geben Aufschluss über die Lage am Arbeitsmarkt und gelten als wichtiger Indikator für die Stabilität der Binnenwirtschaft. Sinkende Arbeitslosenzahlen würden die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft unterstreichen, während steigende Werte auf eine mögliche Abschwächung hindeuten könnten.

Im weiteren Verlauf folgt die erste Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts der Eurozone für das erste Quartal. Diese Daten sind entscheidend für die Einschätzung der konjunkturellen Dynamik im Währungsraum. Ein stärkeres Wachstum könnte die Erwartungen an eine robustere Wirtschaft stützen, während schwächere Zahlen Zweifel an der Erholung aufkommen lassen könnten.

Am Nachmittag steht schliesslich die EZB-Pressekonferenz im Fokus. Marktteilnehmer achten dabei insbesondere auf Hinweise zur zukünftigen Geldpolitik, zur Inflationsentwicklung und zur wirtschaftlichen Lageeinschätzung. Aussagen der Notenbank können dabei für deutliche Bewegungen an den Finanzmärkten sorgen.

📈 Insgesamt dürfte der Handelstag stark von geldpolitischen Erwartungen geprägt sein. Während die Vormittagsdaten erste Impulse liefern, liegt der Schwerpunkt klar auf der Kommunikation der EZB.

Fazit:
Ein daten- und geldpolitisch geprägter Handelstag. Die grössten Impulse dürften von der EZB-Pressekonferenz ausgehen, während Arbeitsmarkt- und BIP-Daten die Grundlage für die Markterwartungen bilden.