Produktwissen

Credit Linked Notes

Credit Linked Notes (CLNs) sind strukturierte Finanzprodukte, bei denen du als Anleger Kreditrisiken von Dritten übernimmst, um dafür eine höhere Rendite zu erhalten.

  • CLNs sind im Grunde Anleihen, bei denen die Rückzahlung des Kapitals und die Zinszahlungen vom Ausfall eines oder mehrerer Referenzschuldner abhängen (z. B. Unternehmen oder Staaten).
  • Du kaufst ein CLN und erhältst regelmäßige Zinszahlungen.
  • Fällt der Referenzschuldner aus (z. B. Firmenpleite, Zahlungsausfall), kann dein eingesetztes Kapital ganz oder teilweise verloren gehen.
  • Das heißt: Du übernimmst das Kreditrisiko gegen eine höhere Verzinsung.
  1. Du investierst in das CLN (z. B. 10.000 €).
  2. Während der Laufzeit erhältst du regelmäßige Zinszahlungen (Coupon), meist deutlich höher als bei normalen Anleihen.
  3. Am Ende der Laufzeit bekommst du dein Kapital zurück, sofern kein Kreditereignis eintritt.
  4. Wenn ein Kreditereignis (z. B. Ausfall des Referenzschuldners) eintritt, kann das CLN wertlos oder nur teilweise zurückgezahlt werden.

Vorteile:

  • Höhere Zinsen als bei vergleichbaren sicheren Anleihen.
  • Möglichkeit, gezielt Kreditrisiken zu steuern.
  • Gut geeignet für Anleger, die an die Kreditwürdigkeit der Referenzschuldner glauben.


Risiken:

  • Kreditrisiko: Total- oder Teilausfall möglich.
  • Emittentenrisiko des CLN-Herausgebers.
  • Komplexität des Produkts und mögliche Nachverhandlungen bei Ausfällen.
  • Meist geringe Handelbarkeit (Liquiditätsrisiko).
  • Referenzschuldner: Unternehmen XYZ
  • Laufzeit: 5 Jahre
  • Coupon: 7 % p.a. (höher als normale Anleihen)
  • Kreditereignis: Zahlungsausfall von XYZ


Wenn XYZ zahlungsunfähig wird, dann:

  • verlierst du mindestens einen Teil deines eingesetzten Kapitals,
  • erhältst du keine weiteren Zinsen.

Für erfahrene Anleger, die:

  • bereit sind, Kreditrisiken einzugehen,
  • dafür eine höhere Rendite suchen,
  • und die Funktionsweise und Risiken von strukturierten Produkten verstehen.

Guten Morgen zum Handelsstart.

📊 Der heutige Handelstag dürfte von zentralen Inflations-, Konjunktur- und Notenbankdaten geprägt werden. Bereits am Nachmittag richtet sich der Blick zunächst auf Deutschland und die USA, bevor am Abend die Entscheidung der US-Notenbank Fed im Mittelpunkt des Marktgeschehens steht. Insgesamt ist mit erhöhter Aufmerksamkeit und potenziell spürbarer Volatilität zu rechnen.

Im europäischen Handel werden die deutschen Verbraucherpreise für April in einer ersten Schätzung veröffentlicht. Sie gelten als wichtiger Indikator für die Inflationsentwicklung in der Eurozone und könnten Einfluss auf die Erwartungen an die weitere Geldpolitik der EZB nehmen. Höhere Werte würden den Preisdruck unterstreichen, während schwächere Daten Entspannungssignale senden könnten.

Am Nachmittag folgen in den USA die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter für März. Der Bericht liefert Hinweise auf die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und die Stärke des Industriesektors. Robuste Zahlen könnten für wirtschaftlichen Optimismus sprechen, während schwächere Daten Zweifel an der Dynamik nähren könnten.

Am Abend steht schliesslich der Fed-Zinsentscheid im Fokus. Die Märkte achten dabei nicht nur auf die Zinshöhe selbst, sondern vor allem auf den begleitenden Ausblick zur weiteren Geldpolitik. Hinweise auf zukünftige Zinsschritte dürften für deutliche Bewegungen an Aktien-, Anleihe- und Devisenmärkten sorgen.

📈 Insgesamt steht der Handelstag klar im Zeichen der Geldpolitik. Während die Nachmittagsdaten erste Impulse liefern könnten, dürfte die grösste Marktreaktion vom Fed-Entscheid ausgehen.

Fazit:
Ein spannungsgeladener Handelstag mit Fokus auf Inflation, Konjunktur und Notenbankpolitik. Die stärksten Impulse sind am Abend mit dem Fed-Zinsentscheid zu erwarten.