Gold

Rohstoffe: Auch der Goldpreis stürzt ab

Von Exchange Traded Solutions Switzerland, BNP Paribas

Der Goldpreis tut sich derzeit schwer, seiner Rolle als sicherer Hafen in Krisenzeiten gerecht zu werden. Die Lage im Nahen Osten ist gestern weiter eskaliert. Doch statt Gold als sicheren Hafen anzusteuern, stiessen die Marktteilnehmer das Edelmetall gestern ab – der Goldpreis gab um 165 US-Dollar oder 3,29 Prozent auf 4.834 Dollar nach. Die Ölpreise sind gestern erneut kräftig gestiegen – der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent zog um weitere knapp 4 Prozent auf 107,40 US-Dollar an. Mit steigenden Ölpreisen steigen auch die Inflationsgefahren, was wiederum die Zinssenkungsfantasien dämpft. Im Vorfeld des Iran-Konflikts hatte der Markt bis zum Jahresende mehrheitlich noch zwei US-Zinssenkungen zu je 25 Basispunkten erwartet. Zuletzt spekulierte er noch auf eine Zinssenkung. Doch mit der gestrigen Eskalation im Konflikt preiste der Markt weitere Zinssenkungen in diesem Jahr komplett aus, was den Goldpreis unter Druck brachte. Die Zinsentscheidung der US-Notenbank bestätigte am Abend dann ein solches Szenario. Die US-Währungshüter nahmen keine Zinsanpassung vor, erhöhten jedoch ihre Inflationsprognosen für dieses Jahr von 2,4 auf 2,7 Prozent. Für den Markt ein klares Signal, dass Zinssenkungen in diesem Jahr vom Tisch sein dürften. Erstmals seit langem preiste der Markt sogar wieder Zinserhöhungen ein, wenn auch nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 2,4 Prozent. Doch eskaliert die Situation im Nahen Osten weiter und steigen auch die Ölpreise weiter an, könnten Zinserhöhungen wahrscheinlicher werden.
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Stand: 19.03.2026; Quelle: Bloomberg. Bitte beachten Sie, dass aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht auf die zukünftige Wertentwicklung geschlossen werden kann.
Charttechnik: Der Goldpreis ist gestern im Einklang mit den internationalen Aktienmärkten auf Talfahrt gegangen. Dabei hat er auch die vielbeachtete 5.000-Dollar-Marke wieder unterschritten. Da er zudem unter das Zwischentief vom 17. Februar bei 4.853 Dollar fiel, hat sich auch das kurzfristige Chartbild weiter eingetrübt. Aktuell versucht der Goldpreis die Marke zurückzuerobern. Gelingt es ihm, könnte die 5.000er-Marke wieder angesteuert werden. Die aus charttechnischer Sicht erste signifikante Hürde wartet jedoch erst an der aktuell bei 5.061 Dollar verlaufenden 38-Tage-Linie. Die gesamte Chart-Situation würde sich aber erst spürbar aufhellen, wenn auch das jüngste Verlaufshoch vom 2. März bei 5.417 Dollar überquert wird. Setzt der Goldpreis seine Talfahrt hingegen fort, könnte das Dezember-Hoch bei 4.550 Dollar angesteuert werden, ehe das Korrekturtief vom 2. Februar bei 4.411 Dollar noch einmal in den Fokus rücken dürfte.

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Guten Morgen zum Handelsstart.

📊 Der heutige Handelstag steht im Zeichen zentraler Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten aus Deutschland und der Eurozone. Während am Vormittag erste Einblicke in die wirtschaftliche Entwicklung geliefert werden, richtet sich der Fokus am Nachmittag klar auf die Kommunikation der Europäischen Zentralbank.

Im frühen Handel werden die deutschen Arbeitslosenzahlen für April veröffentlicht. Sie geben Aufschluss über die Lage am Arbeitsmarkt und gelten als wichtiger Indikator für die Stabilität der Binnenwirtschaft. Sinkende Arbeitslosenzahlen würden die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft unterstreichen, während steigende Werte auf eine mögliche Abschwächung hindeuten könnten.

Im weiteren Verlauf folgt die erste Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts der Eurozone für das erste Quartal. Diese Daten sind entscheidend für die Einschätzung der konjunkturellen Dynamik im Währungsraum. Ein stärkeres Wachstum könnte die Erwartungen an eine robustere Wirtschaft stützen, während schwächere Zahlen Zweifel an der Erholung aufkommen lassen könnten.

Am Nachmittag steht schliesslich die EZB-Pressekonferenz im Fokus. Marktteilnehmer achten dabei insbesondere auf Hinweise zur zukünftigen Geldpolitik, zur Inflationsentwicklung und zur wirtschaftlichen Lageeinschätzung. Aussagen der Notenbank können dabei für deutliche Bewegungen an den Finanzmärkten sorgen.

📈 Insgesamt dürfte der Handelstag stark von geldpolitischen Erwartungen geprägt sein. Während die Vormittagsdaten erste Impulse liefern, liegt der Schwerpunkt klar auf der Kommunikation der EZB.

Fazit:
Ein daten- und geldpolitisch geprägter Handelstag. Die grössten Impulse dürften von der EZB-Pressekonferenz ausgehen, während Arbeitsmarkt- und BIP-Daten die Grundlage für die Markterwartungen bilden.