Gold

Goldpreis: Der Fels in der Brandung

Von Exchange Traded Solutions Switzerland, BNP Paribas

Der Goldpreis erweist sich im derzeit schwierigen Marktumfeld als Fels in der Brandung. Zwar ging es in einer ersten Reaktion auf die Eskalation im Nahen Osten auch für den Goldpreis zunächst kräftig abwärts, doch konnte sich dieser in den vergangenen Tagen wieder deutlich erholen. In den vergangenen Tagen hat er sich bei etwa 5.150 US-Dollar eingependelt. Allerdings hängen derzeit nicht nur die Aktienmärkte stark an den Ölpreisen, auch für den Goldpreis hat die Entwicklung am Ölmarkt kräftige Auswirkungen. Fundamental entscheidet sich die nächste Bewegung des Goldpreises vor allem an der Frage, ob der jüngste Öl-Schock nur eine kurze Stressphase bleibt oder in einen dauerhafteren Inflationsimpuls übergeht. Sollte sich der Inflationsdruck verfestigen, könnten Zinssenkungserwartungen in den USA weiter zurückgedrängt werden, was kurzfristig Gegenwind für den Goldpreis bedeuten könnte. Die US-Inflation verharrte im Februar wie erwartet bei 2,4 Prozent. Doch die gestern veröffentlichten Daten interessierte im Grunde niemanden, denn viel spannender dürften die März-Daten werden, auf die der jüngste Ölpreisanstieg bereits grossen Einfluss haben dürfte, denn die Energiekonzerne haben die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise sofort an die Verbraucher weitergegeben.

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Stand: 12.03.2026; Quelle: Bloomberg. Bitte beachten Sie, dass aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht auf die zukünftige Wertentwicklung geschlossen werden kann.

Charttechnik: Der Goldpreis hat sich zuletzt knapp oberhalb des Zwischenhochs vom 11. Februar bei 5.115 US-Dollar eingependelt. Allerdings kommt die aktuell bei 5.058 Dollar verlaufende 38-Tage-Linie immer näher. In den vergangenen knapp vier Monaten hat der Goldpreis den vielbeachteten Durchschnitt lediglich einmal am 2. Februar kurzzeitig unterschritten. Ein nachhaltiges Unterschreiten könnte die Stimmung kurzfristig erheblich dämpfen. Sogar ein Abtauchen in Richtung des jüngsten Korrekturtiefs vom 2. Februar bei 4.411 Dollar wäre dann durchaus möglich. Die Stimmung für das Edelmetall ist jedoch weiterhin recht freundlich, weshalb stärkere Kursrücksetzer von zahlreichen Investoren wohl zum Einstieg oder Nachkauf genutzt werden dürften. Ein Ausbruch nach oben zeichnet sich zumindest kurzfristig aber auch nicht ab. Wird allerdings das jüngste Verlaufshoch vom 2. März bei 5.417 Dollar überquert, könnte das Kaufinteresse schlagartig wieder zunehmen. Das Rekordhoch vom 29. Januar bei 5.594 Dollar wäre danach auch nicht mehr weit.

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Guten Morgen zum Handelsstart.

📊 Makro im Fokus: Am Nachmittag stehen mehrere wichtige US-Konjunkturdaten (13:30 MEZ) im Mittelpunkt – darunter Auftragseingänge langlebiger Güter, die PCE-Kernrate als wichtiger Inflationsindikator sowie die zweite BIP-Schätzung für Q4. Um 15:00 MEZ folgt zudem das Konsumklima der Universität Michigan, das Hinweise auf die Stimmung der US-Verbraucher liefert.

🇨🇭 Unternehmenszahlen: Für europäische und Schweizer Trader stehen heute insbesondere Medacta, K+S, PKO Bank Polski und UNIQA Insurance mit ihren Zahlen im Fokus.

📈 Ausblick: Die geballten US-Daten könnten am Nachmittag für erhöhte Volatilität sorgen – eine neutrale, datenabhängige Positionierung bleibt zum Start in den Handelstag angezeigt.